Man muss schon genau hinschauen
Im nördlichen Bereich des heutigen Friedhofsgeländes befinden sich drei markante Hügelgräber, die auf eine Nutzung des Areals als Begräbnisstätte zwischen 2000 und 1500 v. Chr. hinweisen. Diese Grabhügel, mit Durchmessern von bis zu 25 Metern, stammen aus der ausgehenden Jungsteinzeit oder älteren Bronzezeit und sind heute noch als Bodendenkmäler sichtbar.
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Zusätzlich wurden Urnenfunde aus der jüngeren Bronzezeit und älteren Eisenzeit (ca. 1000–500 v. Chr.) entdeckt, was auf eine kontinuierliche Nutzung des Geländes für Bestattungen über mehrere Jahrhunderte hinweg hindeutet.
Bei Ausgrabungen im Jahr 1989 wurden Hinweise auf eine Siedlung aus der römischen Kaiserzeit oberhalb der Ems gefunden, was die historische Bedeutung des Gebiets weiter unterstreicht. Einige der gefundenen Urnen aus der Bronze- und Eisenzeit sind im Eingangsbereich des Verwaltungsgebäudes des Waldfriedhofs Lauheide ausgestellt. Weitere Funde können im Archäologischen Museum in Hamm besichtigt werden.

